Die letzten Schultage 2015/16

bild artikelEs hat sich einiges getan nach der Schulschlusskonferenz: Wandertage (ein- oder zweitägig), Sportfest, Zwo3Wir Workshop, Drachenbootrennen, Erstellung vom Jahresbericht, Schlusskonzert, Promulgation, ....

Eine Sammlung von Bildern der verschiedenen Veranstaltung versucht die positive Atmosphäre dieser letzten Schultage wiederzugeben.

Klicken Sie hier für einen Eindruck in Bildern

Schlusskonzert

Wetterwarnung für den Donnerstag der letzten Schulwoche: schwere Gewitter, starke Regenschauer und Hagel im Mostviertel. Keine Idylle wie bei den Nocturnos in den Vorjahren. Der Anruf beim Flugwetterdienst bringt die Entscheidung: Das Schlusskonzert findet im Promulgationssaal statt. Es gibt aber eine Option für den zweiten Teil: Bei Wetterbesserung wird das Konzert im Stiftshof fortgesetzt.

19.00: Es regnet in Seitenstetten, aber die Sonne beginnt durch die Wolken zu brechen. Die Entscheidung war goldrichtig.

Der Promulgationssaal ist zum Bersten gefüllt. Die Musikerinnen und Musiker müssen sich durch die Menschenmenge auf die Bühne drängen. Zwei entzückende Moderatorenteams der 6. Klassen, Nermina und Jonas bzw. Eva und Jana, begrüßen und führen eloquent durch das Programm. Da ist Flexibilität und Mut gefragt.

Der Titel des Konzerts „Beat it!“ weist darauf hin, dass mit den Spenden ein neues Schlagzeug angeschafft werden soll. Alle legen sich mächtig ins Zeug. Eine breite Vielfalt wird geboten: moderne Hits, Volkslieder aus aller Welt, Tanz und Filmmusik, in großer Besetzung und in kleinen Ensembles. Die Jüngsten begeistern mit Tänzen, Schülerinnen und Schüler der Oberstufe fiebern währenddessen in ihren Bands den Auftritten entgegen. Auf einmal, der Promulgationssaal sonnendurchflutet, die Musiker auf der Bühne in gelbes Licht getaucht.

Und wirklich, nach den gelungenen Interpretationen des ersten Teils, kann das Konzert im Stiftshof weitergeführt werden. Viele genießen den Abend lange im Hof. Zwo3wir und die Schulband singen noch lange ihre Hits.

Ein herzliches Dankeschön allen, die zum Gelingen des Konzertabends beigetragen haben: dem Team der Musikprofessoren Großberger, Weiss, Schaumberger und Krenn. Dem WPF Italienisch und Prof. Pristner für die Spezialitäten aus Italien und aus dem Mostviertel. Den vielen Professoren, die bei der Verköstigung und Ausschank bzw. dem Auf- und Abbau bis spät in die Nacht mitgeholfen haben. Allen Eltern,  die das Erlernen von Instrumenten unterstützen. Allen Musikschulen, ohne die solche Leistungen nicht möglich wären. Allen Schülerinnen und Schülern, die gerne ihre Talente zeigen.

Ein herrlicher Abend, ein gelungenes Fest der Musik, das Stift als großer Klangraum!

Außergewöhnliche Promulgationsfeier

Kaum waren die letzten Klänge des Schlusskonzertes verhallt, füllte sich wieder der Stiftshof mit Schülerinnen und Schülern, Professorinnen und Professoren bzw. Eltern und Großeltern. Ein herrlich sonniger Schulschlusstag war angebrochen. Auch alle Jugendlichen aus Tadschikistan, dem Irak, Syrien und Somalia waren gekommen.

In der Eröffnung des Schulschlussgottesdienstes meinte Abt Petrus in Anspielung auf den Schulbeginn – „Höchste Zeit, dass die Schule wieder anfängt!“ – „Höchste Zeit, dass die Ferien kommen!“ In der Auslegung der Evangeliumstelle von der „falschen und der rechten Sorge“ (Lk 12,22 – 25) erklärte Abt Petrus den Sinn der Ferien: etwas ohne Druck und Erfolgszwang machen können, einfach leben, entspannen, regenerieren, um dann mit der Haltung „Wir schaffen das“ in das neue Schuljahr gehen zu können.

Im Zentrum der Predigt stand der Dank für die Sorge um die Flüchtlinge, für das gelebte Zeugnis der Professoren und der Schüler. „Sie wurden Teil unserer Schulgemeinschaft!“  und dürfen auch in den Ferien in der Schule weiter Deutsch lernen.  Es war ein langes, anstrengendes, in vielem unerwartetes Jahr! Abt Petrus schloss mit der Bitte, dass sich für die Gastschüler neue Perspektiven auftun, die ihnen Hoffnung und Zukunft geben!

Fulminant startete die Feier im dicht gefüllten Promulgationssaal: Drei Stücke wurden auf die Bühne gezaubert. Die Schülerinnen der 1C unter der Regie von Prof. Bernhard Pausinger zeigten mit viel Witz und Humor „Der Inspektor kommt“. Selbst LSI i. R. Mag. Stefan Hauswirth musste herzhaft lachen, wie es einem Landesschulinspektor in einer ersten Klasse gehen kann. „Pronto!“ hieß die anspruchsvolle Englischszene der 2B – Klasse. Die Schülerinnen und Schüler von Prof. Bettina Hörmann überzeugten mit hohem sprachlichen Niveau und Eloquenz in der Fremdsprache Englisch.

„Ars Amatoria“ – „Die Kunst des Liebens“: Da war jeder im Saal gespannt: Was wird zu sehen sein? Szenen aus Ovid zeitgemäß interpretiert. Der in Liebesangelegenheiten Erfolglose und schon Frustierte, dargestellt von Stefan Deinhofer, beim in Liebesdingen erfahrenen Therapeuten und Ratgeber, verkörpert von Maximilian Decker. Geschickt inszeniert von Prof. Thomas Wagner, voll Esprit gespielt von den Schülerinnen und Schülern der 6A Klasse. Da knisterte es auf der Bühne. Der beinahe Gescheiterte wird am Schluss erlöst. Die Botschaft der Szene: Lerne in Latein Vokabel und Grammatik, dann werden die Texte der antiken Schriftsteller zur Lebenshilfe. Wer nichts lernt, tappt von einem Fettnäpfchen ins nächste.

Prof. Josef Piwonka und Direktor Josef Wagner holten die vielen Prämianten der Unterstufe auf die Bühne, Abt Petrus bedachte sie mit einem Buchgeschenk. Dann präsentierte unser Herr Direktor die schöne Leistungsbilanz der Oberstufe, deren Krönung das hervorragende Maturaergebnis darstellte.

Auch bei den Landes- und Bundesbewerben glänzten die Teilnehmer unseres Stiftsgymnasiums.

Direktor Josef Wagner erläuterte in seiner Rede den Wert der Fest- und Feierkultur an unserer Schule und lobte die hervorragende Gestaltung der Schulschlusstage mit Sportfest, Drachenbootrennen, Wandertag, Exkursionen, Schlusskonzert und Theaterproben für die Promulgationsfeier. Dann überreichte er allen, die sich freiwillig zusätzlich zu ihrer Lehrverpflichtung im Unterricht bei den Flüchtlingen engagiert hatten, ein Dank- und Anerkennungsschreiben von Landesschulratspräsident Mag. Johann Heuras. Selbst Dr. Huber und Mag. Haumer wurden aus der Pension geholt, um wieder aktiv zu unterrichten. Die jugendlichen Flüchtlinge sangen gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der 6B die Hymnen Syriens, des Iraks und Somalias. Yunus überreichte Herrn Direktor Wagner und Abt Petrus eine Torte, die seine Mutter nach tadschikischem Rezept gebacken hatte. Sie wurde als Desert beim Lehrermittagessen serviert und schmeckte ausgezeichnet. Sara bedankte sich im Namen der Gruppe bei allen, die dieses Lern- und Integrationsprojekt ermöglicht, gefördert und durchgeführt haben.

Sehr emotional die Rede der Vizebundessiegerin im Redewettbewerb Nermina Ticevic mit dem Titel „Rassismus endet mit uns“. Impuls für diese glänzende Rede war das Tagebuch ihrer Mutter aus den 1990er Jahren. Zufällig hatte Asra Ticevic am Schulschlusstag Geburtstag. Schülerinnen der 6B gratulierten mit Blumen. Mit Tränen der Freude, aber auch der Rührung lagen sie sich in den Armen.

Der Abschluss traditionell mit der Bundeshymne bevor die Klassenvorstände in den Klassenzimmern mit den Zeugnissen verschwanden.

Ein bewegender Tag, von dem noch lange und oft gesprochen werden wird!

Impressionen aus dem Schulalltag


songwriting_workshop
skikurs
pausenhof
kartenspiel
frauenlauf
faschingsdienstag
Lauf für Nepal
Kaffeepause
Fasching