WIENWOCHE 2015

wienwoche15Motiviert und gespannt auf die kommenden fünf Tage, marschierten wir, die 7.Klasse, am Sonntag, dem Tag unserer Ankunft, vom Westbahnhof hinein in das Abenteuer Wienwoche.

Früher Machtzentrale der NSDAP, später Frauengefängnis, heute Schülerwohnheim Hirschengasse, unser Quartier. Diese Fakten, gemeinsam mit der Tatsache, dass es nur Gemeinschaftsduschen gab, prägten sich gleich zu Beginn unserer Reise in unseren Gedächtnissen ein.

 

Gleich nach dem Quartierbezug machten sich 27 Schüler und 2 Lehrer fertig für einen Besuch im Volkstheater, wo wir Hakoah sahen, ein Theaterstück über die wahre Geschichte von Mitgliedern eines jüdischen Fußballteams in der Zwischenkriegszeit in Österreich. Hört sich nach einem ernsten Stück an, war aber mit einer guten Portion Humor ausstaffiert und sehr aktuell.

Am Montag Vormittag lernten wir erstmals unseren Führer, Herrn Dr. Scheichelbauer, kennen, der uns zuerst über Geschichte und Konstruktion des Stephansdoms ausführlich informierte und uns anschließend ein Training der Wiener Hofreitschule zeigen wollte, was leider nicht funktionierte und Herrn Scheichelbauer zum plötzlichen Verschwinden animierte.  Dafür konnten wir uns in Kaffeehäusern, darunter z.B. das berühmte Hawelka oder das Café Bräunerhof vor dem Mittagessen noch etwas stärken. Nachmittags wurden uns interessante Einblicke in das Arbeitswesen der Statistik Austria gewährt, abends machten wir uns erwartungsvoll auf ins Kabarett Simpl, um uns das Programm „Bitte alle aussteigen“ zu Gemüte zu führen. Mit soviel Vorfreude und Begeisterung wir das Kabarett betraten, mit so viel Enttäuschung haben wir es verlassen. Simpel gesagt war das Kabarett ein Witz (für uns)!

Dienstag war ein schöner Tag, abgesehen vom Wetter, das war regnerisch. Der Aufenthalt in der Universität Wien, bescherte uns Einblicke in unsere Zukunft und unseren Begleitlehrern Einblicke in ihre Vergangenheit. Während ein Teil in der Uni blieb, um einem Vortrag im Audimax zu lauschen, konnte der andere Teil nun die Hofreitschule besichtigen. Am Nachmittag erlebten wir eine sehr lebendige Führung, backstage bei Ö3. Was wir sonst im Radio hören, haben wir an diesem Tag gesehen und sogar selbst ausprobiert. Johanna R., Christian H., Christoph M., und Lena M. bewiesen sich als Moderatoren und gestalteten im Studio eine Nachrichtensendung, einige gaben Interviews über eine Dating-homepage, die auf Ö3 zu hören sein wird. Harmonie und Klassik bei einem großartigen Konzert im Wiener Musikverein (Mozart und Ravel) ließen den Tag ruhig und entspannend ausklingen.

Schon mit leicht schmerzenden Füßen schlenderten wir am nächsten Tag zuerst in die Schatzkammer, dann in die Kaisergruft. Beide sehr eindrucksvolle Orte mit viel Geschichte und Charakter. Das Nachmittagsprogramm im Parlament machte überraschender Weise auch Spaß. Aus einem eher trockenen Thema wurde eine kreative Führung mit nachgestellter Debatte im Bundesrat und aktivem Geschichtequiz. Gleich danach fand eine Führung im Wiener Rathaus statt, die als Kontrast zur vorigen Führung eher weniger originell wirkte und uns wahrscheinlich mehr wegen des Weihnachtsmarktes am Rathausplatz in Erinnerung bleiben wird. Bunter wurde es im Ronacher bei der Vorstellung „Mary Popppins“, die sehr weiter zu empfehlen ist und bei uns Schülern und Lehrern sehr gut angekommen ist.

Mit einem Besuch im Außenministerium startete das Programm am Donnerstag. Auch hier erwartete uns eine erlebnisreiche Führung. Von dort aus ging es gleich weiter auf den Flughafen, wo Herr Tazreiter (Vater einer Schülerin) ein Mittagessen in der Mitarbeiterkabine organisierte und eine zusätzliche an die gebuchte Flughafenführung anhängte. Wir konnten dort aus nächster Nähe sehen, was wir als Reisende nie zu Gesicht bekämen, was für Interessierte ein sehr beflügelndes Erlebnis war. Den Abend darauf genossen wir besonders. Nach einem anspruchsvollen Tag hatten wir einen Abend zur freien Verfügung bekommen, den manche nutzten um in Wien wohnhafte Angehörige zu treffen, sich an verschiedenen Adventmärkten zu besinnen, durch die Straßen zu flanieren oder einfach nur um sich im Zimmer auszuruhen.

Der Morgen am Freitag brachte nicht viele motivierte Gesichter für die Führung in der Karlskirche mit sich. Nachdem auch diese überstanden war, bekamen wir noch ein Mittagsessen im Heim und ein eher sparsames Lunchpaket (Mannerschnitten und Orangensaft) mit auf den Heimweg. Somit endete die Woche in Wien

Abschließend soll gesagt werden, dass die 7.Klasse den Begleitern Prof. Schaumberger und Prof. Weißenbacher für ihr Engagement, die Organisation und besonders für die Geduld und den Mut, sich mit 27 Schülern auf die Reise zu begeben, dankbar ist.

 

Impressionen aus dem Schulalltag


songwriting_workshop
skikurs
pausenhof
kartenspiel
frauenlauf
faschingsdienstag
Lauf für Nepal
Kaffeepause
Fasching