Erlebnis Hofgarten

Der Historische Hofgarten des Stift Seitenstetten ist ein Juwel des Mostviertels. Folgen Sie den Nummern und scrollen Sie durch den Garten.

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Magnolienwiese

Mitte des 18 Jhd. Stand die Gartenkultur ganz im Zeichen des englischen Landschaftsparks. Die Strenge der Barocken Architektur wurde gebrochen und die natürlichen Formen der umgebenden Landschaften dienten als Vorbild für die neue Gartengestaltung. Im Hofgarten soll dieser Bereich an diese Epoche erinnern. Mit frei wachsenden Einzelgehölzen , wie z.B. Magnolien, Zieräpfeln und Flieder sind die vorderen Wiesenflächen vor allem im Frühling ein Blütenfest.
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Glashaus

Es ist das Prunkstück unseres Eingangsbereiches. Der Plan dafür lag bereits 1770 vor – gebaut wurde es vermutlich aber erst Jahrzehnte später. Endlich konnten die Gärtner auch im Winter Blumen und Gemüse ziehen. Die traditionelle Kanalheizung ist nach wie vor funktionsfähig. In der kalten Jahreszeit werden darin nach wie vor unsere empfindlichen Pflanzen überwintert. Im Sommer dient es als Ausstellungs- und Rastplatz.
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Barockes Parterre

Hier sehen Sie einen Teil der ursprünglichen Architektur des Gartens. Voll Eifer machte sich damals Pater Joseph Schaukegel an die Arbeit: Er entwirft, zeichnet, skizziert und legt im Jahr 1756 einen Grundriss der neuen Anlage vor. Deutlich erkennt man darauf Strukturen von barocken Broderieparterreflächen, die einem strengen Achsenverlauf folgen. Im Mittelpunkt steht bis heute – imposant und repräsentativ – ein Brunnen, umgeben von barocken Vasen aus Granit.
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Kräutergarten

Seit dem Mittelalter sind Klöster berühmt für ihre großzügig angelegten Kräuterbeete. In unserem Kräutergarten finden ca. 260 verschiedene Kräuter in über 30 Themen geordnet. Wie sie wirken, ist heute allgemein bekannt. Dieses Wissen verdanken wir den Klöstern, die das Geheimnis ihrer Inhaltsstoffe und ihrer Heilkraft erforschten. Auch die Benediktiner beschäftigten sich jahrhundertelang mit der heilenden Kraft der Kräuter. Hildegard von Bingen war eine von ihnen.
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Obsthain

Ein Klostergarten voller Früchte bedeutet neben der Selbstversorgung auch Spiritualität. Aus einem Musterplan für Klöster, dem sogenannten St. Galler Klosterplan, geht hervor, dass im Mittelalter Obstgärten gleichzeitig Friedhöfe waren. Der Grund dafür war nicht etwa Platzmangel, sondern das Blühen, Reifen und Vergehen im Garten. Dieser ewige Kreislauf der Natur symbolisiert den christlichen Auferstehungsgedanken. Obstbäume begleiten Sie durch den ganzen Garten und auch seltene Gehölze wie Kaki oder Indianerbanane werden von unseren Gärtnern gepflanzt.
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Historischer Rosengarten

In unseren Rosenbeeten finden Sie vor allem historische Sorten – also Rosen, die vor dem Jahr 1867 entstanden. In diesem Jahr kamen die ersten modernen Rosen in den Handel – die sogenannten Teehybriden: eine Kreuzung von chinesischen Teerosen mit europäischen Sorten. Es sind Rosen, wie wir sie heute kennen: mit spitzer Knospenform und auch in den begehrten Farben rot und gelb. Historische Rosen gibt es nur in Weiß, Rosa und Purpur. Sie duften stärker, blühen vorwiegend nur einmal im Jahr, aber in einer immensen Fülle.
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Staudenbeete

Entlang der Mauer sehen Sie 2 Staudenbeete mit unterschiedlichen Farbthemen. Auf der einen Seite dominiert orange, gelb und rot, während die andere Seite vorwiegend in Weiß gehalten wurde. Das Gestalten mit Farbe im Garten wurde durch die englische Gärtnerin Gertrude Jekyll berühmt. Es handelt sich dabei um klassische Mixed Borders, wo Gehölze, Stauden und Einjährige gemeinsam verwendet werden.
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Bauerngarten

Gemüse und Blumen harmonieren in diesem, mit einem traditionellen Lattenzaun umgebenen Bereich. Beete zu bepflanzen, zu gießen, zu jäten und zu ernten bedeutet, der Natur nah zu sein. Der Nutzgarten ist ein Genuss. Ein kleines Paradies. Ein Dialog mit der Natur. Vom Säen bis zum Ernten und Verkochen bietet er die Möglichkeit, auch unseren Kindern zu zeigen, wie natürliche Abläufe funktionieren.
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Themengärten

Bildung hat im Stift lange Tradition. 3 Gärten mit unterschiedlichen Inhalten, die temporär immer wieder einer neuen Gestaltung unterliegen befinden sich hier entlang der Kirschenallee. Sie sollen für die Vermittlung von Gartenwissen zur Verfügung stehen. Sortenkunde und die Präsentation von Kombinationsmöglichkeiten stehen dabei im Vordergrund.
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Rosenkranz­labyrinth

Dieser Gartenbereich ist der Ruhe und Kraft gewidmet. Kommen Sie also mit zu einer kleinen Entdeckungsreise – zu einer Reise zu sich selbst, zu Ihrer Mitte. Der äußere Ring des Labyrinths ist als Rosenkranz gestaltet. Jeweils zehn blühende Beetrosen stehen für die „Ave Maria“, geschnittene Buchskugeln markieren das „Vater unser“. Im Inneren des Labyrinths haben unsere Gärtner geschnittene Zwergliguster angebracht. Den Boden zieren runde Steine aus der Ybbs. Die „Blume des Lebens“ aus Marmor und Kiesel „blüht“ ganz in der Mitte.
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Dörrhaus

Entdecken Sie das kleine Häuschen mit der romantischen Terrasse. Es ist das Dörrhaus des Stiftes, das vermutlich1917 gebaut wurde. Von Efeu überwuchert, war es lange im Dornröschenschlaf. Erst in den 1990er-Jahren haben es die Mönche renovieren lassen. Die Handwerker des Stiftes hatten dabei den Auftrag, nichts von seiner ursprünglichen Form zu verändern. Alles sollte nach dem Plan aus 1917 rekonstruiert werden. Zur Erntezeit werden hier wie früher Früchte für den Eigenbedarf getrocknet.
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Gartenakademie (Abt Berthold Raum)

In diesem Teil des Meierhof befinden sich neu adaptierte Räume, die einerseits der Gartenakademie Platz geben, auf der anderen Seite aber auch als Seminarräume gebucht werden können. Mit direktem Anschluss zum Garten finden Sie hier eine besondere Atmosphäre.
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Meierhof

Nach sechs Jahren Bauzeit, im Jahr 1775 wurde der Meierhof eingeweiht. Der im Stift als Architekt tätige Pater Joseph Schaukegel konzipierte das Gebäude mit Stallungen, Werkstätten und einem großen Mostkeller. Bis 1974 wurde dieser Vierkanter für die Landwirtschaft genutzt. Nach einem umfassenden Umbau und Restaurierung befinden Sich heute das Restaurant Stiftsmeierhof, Werkstätten, Wohnungen und die Seminarräume Abt Berthold für die Gartenakademie im Gebäude.
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Gärtnerei/Zeitfeld

An der Westseite des Gartens eröffnet sich seit 2019 eine neue Perspektive. Mit der Bognerhof Gärtnerei und dem entstehenden Zeitfeld, als erweiterte Schaugartenfläche, verwirklicht Gartenleiter des Stiftes Stefan Kastenhofer mit seinem Team eine Spezialitätengärtnerei. Kräuter, Stauden und besondere Gehölze mit dem Schwerpunkt auf winterharten Pflanzen sind im Sortiment vertreten. Mehr Infos unterwww.bognerhof-garten.at
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